Was sind Implantate?
Zähne bestehen aus den sichtbaren Zahnkronen und aus Zahnwurzeln, die im Kieferknochen verankert sind. Bei Verlust eines oder mehrerer Zähne können Implantate die Zahnwurzeln ersetzen. Auf diesen neuen Wurzeln kann der Zahnersatz aufgebracht werden.
Festsitzender Zahnersatz in Form von Kronen und Brücken ist auf Implantaten, wie auch auf natürlichen Zähnen möglich.
Fehlen alle Zähne in einem Kiefer,
kann ein herausnehmbarer Zahnersatz mit 2-4 Implantaten (auf Teleskopkronen oder Stegen) fixiert werden. Der Wunsch nach festsitzendem, nicht herausnehmbarem Zahnersatz kann, in Abhängigkeit von der Implantatzahl, erfüllt werden.
Wie sehen Implantate aus?
Es existieren 275 unterschiedliche Implantatsysteme mit diversen Designmodifikationen, die sich in ihrer Grundstruktur gleichen: eine konische bzw. zylindrische Form mit Schraubwindung charkterisiert die meisten Implantate. Unterschiede bestehen ferner in der Oberflächenbeschaffenheit. Durch Ätzung und Strahlung werden die Titanoberflächen vergrößert, durch spezielle Beschichtungen (Hydroxylapatide. SLA) die Knochenanlagerung verbessert.
Welche Materialien werden verwendet?
Titan
Ist der Implantatwerkstoff der Wahl und wird mit großem klinischem Erfolg inseriert. Reintitane und Titanlegierungen bilden eine Oxidschicht aus und gewähren ein dichtes An- und Einwachsen des Knochens in die Windungen des Implantates (Osseointergration). Das Material ist in höchstem Maße inert, d.h. biokompatibel. Unerwünschte biologische Reaktionen auf dieses Biomaterial sind äußerst selten.
Keramik
Keramische Implantate (Aluminiumkeramiken) wurden in der Vergangenheit kritisch betrachtet, die biomechanischen Eigenschaften (Keramikbrüche) standen hinter der ebenfalls ausgezeichnetetn Biokompatibilität zurück. Die heute zum Einsatz kommenden Keramiken (Zirkoniumoxyd) zeigen vielversprechende Ergebnisse.
Einheilquoten - Lebensquoten
von Implantaten werden in Überlebensraten gemessen. Die heutige Implantologie weist ausgezeichnete Überlebensraten auf. Heute werden Ergebnisse von 85 bis 95 % Verweildauer der Implantate nach 10 Jahren erreicht. |W. Knöfler et al| Die Überlebenswahrscheinlichkeit von Implantaten.
Behandlungsablauf
Der Behandlungsablauf gliedert sich in der Regel in:
- Das Vorgespräch
- die Planungsphase
- die Operation und anschließende Nachsorgen
- die drei- bis sechsmonatige behandlungsfreie Einheilzeit
- die Röntgenkontrolle und
- Implantatfreilegung
Alle chirurgischen Behandlungseinheiten erfolgen bei uns, die Behandlung nach der Implantatfreilegung in Form der Abformung und Herstellung der Prothetik erfolgt durch Ihren Hauszahnarzt. Wichtig für den Erhalt der Implantate ist die regelmäßige Kontrolle durch Ihren Hauszahnarzt.
Implantate stellen eine segensreiche Innovation dar, die die Zahnmedizin in den vergangenen Jahrzehnten nachhaltig verändert hat. Die Fortschritte in der Implantologie sind rasant und dem ständigen Wandel der Innovation unterworfen. Durch fortwährende Fortbildungen gewähren wir Ihnen stets die bestmögliche Behandlung.
In unserer Praxis werden unterschiedliche Implantatsysteme:( Ankylos® , Astra®, Braenemark®, Nobel Biocare, Frialit®, ITI®/Straumann, Neoss, Semados Bego®, Zimmer®, SIC ) verwendet, dies geschieht in gemeinsamer Planung mit Ihrem Hauszahnarzt.
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